Kaufberatung

Welche Umwälzpumpe passt an meine Heizung?

Ob eine neue Pumpe passt, entscheiden drei Maße der alten Pumpe: Einbaulänge, Anschluss und Förderhöhe. Stimmen diese, passt fast jede moderne Hocheffizienzpumpe. Diese Seite zeigt dir Schritt für Schritt, wie du jedes Maß abliest - und welche Pumpe am Ende infrage kommt.

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Der wichtigste Grundsatz vorweg: Beim Ersetzen zählen die Maße, nicht die Marke. Eine neue Pumpe muss mechanisch in den vorhandenen Platz passen und den gleichen Anschluss haben - erst danach geht es um Ausstattung und Hersteller. Am schnellsten machst du ein Foto vom Typenschild der alten Pumpe und misst kurz nach. Wenn du lieber geführt vorgehen möchtest, nimmt dir der Pumpen-Finder die Auswahl ab.

Kurzfassung

Im typischen Einfamilienhaus passt eine Hocheffizienzpumpe mit 180 mm Einbaulänge, 1½"-Anschluss (DN25) und 4 bis 6 m Förderhöhe. Prüfe die drei Maße an deiner alten Pumpe - dann bist du auf der sicheren Seite.

1. Einbaulänge messen (130 oder 180 mm)

Die Einbaulänge (auch Baulänge) ist der Abstand zwischen den beiden Verschraubungen, mit denen die Pumpe im Rohr sitzt - gemessen von Mitte zu Mitte der Anschlüsse. Sie muss exakt passen, sonst bekommst du die neue Pumpe nicht spannungsfrei eingebaut.

  • 180 mm - der klassische Standard in den meisten Heizungskellern.
  • 130 mm - die kompakte Variante, oft in wandhängenden Kombithermen oder bei engem Einbau.

Miss im Zweifel nach oder lies die Zahl vom Typenschild ab (sie steht oft am Ende der Bezeichnung, z. B. "25-40 180"). Mehr dazu: Einbaulänge 130 oder 180 mm.

2. Anschluss bestimmen (DN25, DN32, DN15)

Der Anschluss beschreibt das Gewinde der Verschraubung. Hier lauert die häufigste Verwirrung: Die Zahl im Namen (z. B. "25") ist die Nennweite DN25 - das zugehörige Verschraubungsgewinde ist aber G 1½", nicht 1". Das liegt daran, dass die Überwurfmutter größer ist als das eigentliche Rohr.

BezeichnungGewinde (Verschraubung)typisch für
DN25 (25-...)G 1½"Standard im Einfamilienhaus
DN32 (32-...)G 2"größere Häuser, dickere Stränge
DN15 (15-...)G 1"kleiner Anschluss, oft in Wandthermen

Wichtig: Die meisten Pumpen werden ohne Verschraubung geliefert - die brauchst du zusätzlich. Details: Anschlussgröße verstehen und die Pumpenverschraubung.

Pumpenverschraubung-Set DN25 (G1½" x 1")

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Ohne passende Verschraubung bekommst du die neue Pumpe nicht ans Rohr - dieses Set deckt den DN25-Standard ab.

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3. Förderhöhe wählen (meist 4 bis 6 m)

Die Förderhöhe ist der Druck, den die Pumpe aufbaut, um den Widerstand von Rohren, Ventilen und Heizkörpern zu überwinden - sie ist nicht die Höhe, auf die Wasser im Haus gehoben wird (ein Heizkreis ist ein geschlossener Kreislauf). Im Einfamilienhaus reichen meist 4 bis 6 m. Zu groß gewählt bringt keinen Vorteil, sondern kostet mehr Strom und macht eher Fließgeräusche.

Die maximale Förderhöhe steht als Zahl im Namen: "25-40" = 4,0 m, "25-60" = 6,0 m. Wie du den richtigen Wert wählst: Förderhöhe & Fördermenge.

4. Bezeichnung entschlüsseln

Ein Beispiel macht es klar: Grundfos ALPHA2 25-60 180 bedeutet DN25-Anschluss (G 1½"), 6,0 m maximale Förderhöhe und 180 mm Einbaulänge. Wilo schreibt es als "Yonos PICO 25/1-6 180" - hier ist "1-6" der einstellbare Bereich von 1 bis 6 m. Die komplette Übersetzung findest du im Bezeichnungs-Ratgeber.

5. Ausstattung: Standard, Premium oder Budget?

Sind die Maße geklärt, geht es um Komfort und Preis. Alle empfohlenen Pumpen sind Hocheffizienzpumpen und sparsam - der Unterschied liegt in der Regelung:

Vorteile

  • Standard-HE-Pumpen wie die Wilo Yonos PICO: günstig, einfach einzustellen, für die meisten Häuser ideal
  • Premium-Pumpen mit Selbstregelung (AUTOADAPT bei Grundfos ALPHA2, Dynamic Adapt bei der Wilo Stratos PICO): regeln sich selbst ein, minimaler Verbrauch
  • Budget-Marken wie Halm oder Wita: solide Hocheffizienz zum kleinen Preis

Nachteile

  • Premium-Pumpen kosten mehr - der Aufpreis lohnt vor allem bei langer Laufzeit
  • Ganz billige No-Name-Pumpen ohne klare Herstellerangaben besser meiden
  • Eine bereits moderne HE-Pumpe zu tauschen bringt kaum Ersparnis

Welche Marke was kann, ohne Testnoten-Hype: Grundfos, Wilo, Halm & Co. Und wann sich der Tausch überhaupt rechnet: Lohnt sich der Pumpentausch?

6. Unsere Empfehlung für den Standardfall

Für den häufigsten Fall - 180 mm, 1½" (DN25), Einfamilienhaus - sind das gute, breit verfügbare Hocheffizienzpumpen:

Unsere Empfehlung

Wilo Yonos PICO 25/1-6 (180 mm)

DN25 · G1½" · 180 mm · Förderhöhe bis 6 m

  • sehr beliebter DIY-Ersatz fürs Einfamilienhaus
  • einfache Einstellung über Bedienknopf und LED-Anzeige
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Grundfos ALPHA2 25-60 (180 mm)

DN25 · G1½" · 180 mm · Förderhöhe bis 6 m

  • AUTOADAPT regelt sich selbst ein
  • sehr niedriger Stromverbrauch
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Halm HEP Optimo Basic 25-6.0 (180 mm)

DN25 · G1½" · 180 mm · Förderhöhe bis 6 m

  • günstiger Preis-Leistungs-Tipp
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Lief deine alte Pumpe dauerhaft auf höchster Stufe und brauchst du mehr Förderhöhe, ist die Grundfos UPS2 25-80 (bis 8 m) einen Blick wert. Passt bei dir etwas nicht in den Standardfall (130 mm, 1" oder 2")? Dann führt dich der Pumpen-Finder zur richtigen Variante.

Unsicher, welche Pumpe passt? Der Pumpen-Finder führt dich in unter einer Minute zur richtigen Umwälzpumpe.
Zum Pumpen-Finder

Und der Einbau?

Steht die passende Pumpe fest, geht es an den Tausch. Handwerklich geübte Heimwerker schaffen das oft selbst - der 230-V-Anschluss verlangt aber Sorgfalt. Die komplette Anleitung: Umwälzpumpe wechseln.

Häufige Fragen

Woher weiß ich, welche Pumpe aktuell verbaut ist?

Auf dem Pumpengehäuse klebt oder steht ein Typenschild mit Hersteller und Bezeichnung (z. B. "Grundfos ALPHA2 25-40 180"). Fotografiere es ab - daraus liest du Anschluss, Förderhöhe und Einbaulänge direkt heraus. Fehlt das Schild, misst du Einbaulänge und Anschluss nach.

Muss die neue Pumpe vom gleichen Hersteller sein?

Nein. Entscheidend sind die Maße (Einbaulänge, Anschluss) und eine passende Förderhöhe. Stimmen diese, kannst du problemlos die Marke wechseln - viele Häuser bekommen eine Wilo statt einer alten Grundfos oder umgekehrt.

Brauche ich neue Verschraubungen?

Oft ja. Die meisten Pumpen werden ohne Verschraubungen geliefert. Sind deine alten in gutem Zustand und passen zur neuen Pumpe, kannst du sie wiederverwenden - tausche aber immer die flachen Dichtungen mit.

Was, wenn ich mir bei den Maßen unsicher bin?

Dann hilft der Pumpen-Finder mit gezielten Fragen weiter, oder du misst mit unserer Anleitung Einbaulänge und Anschluss nach. Im Zweifel schaut eine Fachkraft drauf.

Maße geprüft? Dann zur passenden PumpeFür den Standardfall (180 mm, DN25) ist die Wilo Yonos PICO eine sichere Wahl.
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