Ratgeber

Förderhöhe und Fördermenge: die richtige Umwälzpumpe wählen

Die verbreiteten Standard-Baureihen für den Hausbereich decken 4 bis 6 m Förderhöhe ab. Mehr gibt es durchaus - Grundfos führt die UPS2 25-80 und mehrere ALPHA2-Typen mit 8 m -, nur brauchst du das im Regelfall nicht. Die Förderhöhe ist nicht die Höhe, auf die Wasser gehoben wird, sondern der Widerstand, den die Pumpe im geschlossenen Heizkreis überwinden muss. Zu groß gewählt kostet nur Strom und macht Geräusche.

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Bei der Auswahl einer Umwälzpumpe geht es vor allem um die Förderhöhe. Die gute Nachricht: für ein Einfamilienhaus brauchst du keine besonders starke Pumpe. Das zeigt schon das Angebot: Die Wilo Yonos PICO plus 25/1-6 ist laut Typenschlüssel auf 1 bis 6 m ausgelegt, die HALM HEP Optimo Basic laut Armstrong auf „4/6 m Förderhöhe“, und die Grundfos ALPHA1 führt die Maßtabelle ihrer Anleitung in den Stufen 40, 45, 50 und 60 - also 4,0 bis 6,0 m. Das Umweltbundesamt hält dagegen fest: „Viele Umwälzpumpen sind zu groß.“ Wichtiger als "viel hilft viel" ist, die Förderhöhe richtig einzuschätzen und nicht zu überdimensionieren.

Was Förderhöhe wirklich bedeutet

Der Begriff "Förderhöhe" führt viele in die Irre. In einem geschlossenen Heizkreis wird das Wasser nicht in ein höheres Stockwerk gehoben - es fließt im Kreis. Die Förderhöhe (angegeben in Metern) beschreibt stattdessen den Widerstand, den die Pumpe überwinden muss: enge Rohre, Ventile, Thermostatventile und die Heizkörper selbst bremsen das Wasser.

Deshalb gilt: je größer das Haus, je mehr Heizkörper und je länger die Leitungswege, desto mehr Förderhöhe kann nötig sein. Ein kompaktes Haus auf einer Ebene kommt mit weniger aus.

Faustregel

Stell die Förderhöhe so niedrig ein, dass gerade noch alle Heizkörper zuverlässig warm werden. Jede unnötige Stufe mehr kostet Strom und kann rauschen.

Warum du nicht überdimensionieren solltest

Eine Pumpe mit deutlich zu hoher Förderhöhe oder eine zu hoch eingestellte Regelung bringt keine Vorteile. Im Gegenteil:

  • Sie verbraucht mehr Strom als nötig.
  • Zu hoher Druck erzeugt Strömungsgeräusche, ein hörbares Rauschen oder Pfeifen an den Ventilen.
  • Der Komfort wird nicht besser, das Haus wird nicht schneller warm.

Für das typische Einfamilienhaus ist eine Hocheffizienzpumpe mit einem Regelbereich bis etwa 6 m eine solide Wahl. Sie deckt den üblichen Bedarf ab und lässt sich niedrig einstellen:

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Und die Fördermenge?

Die Fördermenge (der Volumenstrom) sagt aus, wie viel Heizwasser pro Stunde umgewälzt wird. Im Einfamilienhaus bewegt sich das meist in der Größenordnung von wenigen Kubikmetern pro Stunde, in der Praxis oft rund 0,5 bis 2 m³/h. Du musst das nicht exakt ausrechnen: bei einer modernen, geregelten Pumpe stellst du die Förderhöhe beziehungsweise die Regelungsart ein, und die Pumpe passt den Volumenstrom selbst an den Bedarf an.

Zusammenspiel mit der Regelung

Ob deine Pumpe im Modus Δp-c oder Δp-v arbeiten sollte, hängt vom Heizungstyp ab. Das erklärt der Beitrag Regelungsart Δp-c oder Δp-v. Wie du die Werte danach einstellst, zeigt Umwälzpumpe einstellen.

Wenn du die Zahlen an deiner alten Pumpe abliest, findest du die maximale Förderhöhe direkt im Namen - zum Beispiel bedeutet "25-60" eine Förderhöhe von 6,0 m. Wie das genau funktioniert, steht unter Pumpenbezeichnung entschlüsseln.

Quellen zur Förderhöhe: Wilo, Einbau- und Betriebsanleitung Yonos PICO plus, Typenschlüssel (PDF); Grundfos, ALPHA1 Montage- und Betriebsanleitung, Maßtabelle (PDF); Armstrong Fluid Technology, HEP Optimo Basic (N); Umweltbundesamt, Umwälzpumpe optimieren und Heizkosten sparen.

Häufige Fragen

Wie viel Förderhöhe brauche ich im Einfamilienhaus?

Meist reichen 4 bis 6 m völlig aus. Auf einer Ebene oder in kleineren Anlagen kommst du oft schon mit rund 4 m aus. Größere Häuser mit vielen Heizkörpern und langen Leitungswegen brauchen tendenziell etwas mehr. Stell die Förderhöhe so niedrig ein, dass gerade noch alle Heizkörper warm werden.

Ist die Förderhöhe die Höhe, auf die Wasser gepumpt wird?

Nein, das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. In einem geschlossenen Heizkreis wird das Wasser nicht angehoben, sondern im Kreis bewegt. Die Förderhöhe beschreibt den Widerstand aus Rohren, Ventilen und Heizkörpern, den die Pumpe überwinden muss - angegeben in Metern Wassersäule.

Schadet eine zu große Pumpe?

Kaputt geht dabei nichts, aber eine überdimensionierte oder zu hoch eingestellte Pumpe verbraucht unnötig Strom und kann Strömungsgeräusche verursachen. Weniger Förderhöhe bedeutet meist leiseren Betrieb und geringeren Verbrauch.

Was ist die Fördermenge?

Die Fördermenge ist der Volumenstrom, also wie viel Heizwasser pro Stunde umgewälzt wird. Im Einfamilienhaus liegt sie oft in der Größenordnung von rund 0,5 bis 2 m³/h. Bei modernen geregelten Pumpen musst du sie nicht selbst festlegen - die Regelung passt Förderhöhe und Menge dem Bedarf an.

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