Ratgeber

Regelungsart Δp-c oder Δp-v: was passt zu deiner Heizung?

Δp-v (variabler Druck) ist die übliche Wahl für Zweirohr-Systeme mit Thermostatventilen, Δp-c (Konstantdruck) passt zu Fußbodenheizung und Einrohrsystemen. Feste Drehzahl ist die alte, ineffiziente Betriebsart. Stell die Förderhöhe grundsätzlich so niedrig ein, dass gerade noch alle Heizkörper warm werden.

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Moderne HE-Pumpen haben einen Regelknopf oder ein kleines Display, mit dem du die Betriebsart wählst. Die zwei wichtigen Modi heißen Δp-c und Δp-v. Welcher passt, hängt vor allem davon ab, wie deine Heizung aufgebaut ist. Die Faustregel: Δp-v für die üblichen Zweirohr-Heizkörperanlagen, Δp-c für Fußbodenheizung und Einrohrsysteme.

Δp-v (variabler Druck): der Standard für Heizkörper

Bei Δp-v (variabel/proportional) steigt der Differenzdruck mit dem Durchfluss und sinkt, wenn weniger Wärme gebraucht wird. Das passt gut zu Zweirohr-Systemen mit Thermostatventilen - also dem häufigsten Fall in deutschen Häusern. Schließen die Thermostatventile, fährt die Pumpe zurück und spart Strom. Wenn du nicht sicher bist, welche Anlage du hast, und Heizkörper an den Wänden hängen, ist Δp-v meist die richtige Ausgangswahl.

Δp-c (Konstantdruck): für Fußboden und Einrohr

Bei Δp-c (Konstantdruck) hält die Pumpe den Differenzdruck konstant, unabhängig vom Durchfluss. Das ist sinnvoll für Fußbodenheizungen und Einrohrsysteme sowie für Anlagen mit nur wenigen Thermostatventilen. Hier soll der Druck möglichst gleichmäßig anliegen, damit alle Kreise stabil versorgt werden.

Faustregel

Heizkörper, Zweirohr, viele Thermostatventile - Δp-v. Fußbodenheizung, Einrohr, wenige Ventile - Δp-c. Und immer die Förderhöhe so niedrig wie möglich, solange noch alle Räume warm werden.

Feste Drehzahl: die alte, ineffiziente Betriebsart

Manche Pumpen bieten zusätzlich eine feste Kennlinie (Konstantdrehzahl). Das ist die einfachste, aber auch ineffizienteste Betriebsart - so liefen die alten ungeregelten Pumpen. Für einen sparsamen Betrieb ist sie heute nur noch in Ausnahmefällen die richtige Wahl. Wenn du kannst, nutze Δp-c oder Δp-v.

Noch bequemer: Automatikmodi

Einige Premium-Pumpen regeln sich komplett selbst. Bei Grundfos heißt das AUTOADAPT, bei der Wilo Stratos Dynamic Adapt. Die Pumpe lernt die Anlage kennen und optimiert ihren Sollwert selbstständig. Das ist am komfortabelsten und meist am sparsamsten, weil die manuelle Feinjustage entfällt.

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Richtig einstellen und niedrig halten

Egal welchen Modus du wählst: Die Förderhöhe gehört so niedrig eingestellt, dass gerade noch alle Heizkörper warm werden. Eine niedrigere Förderhöhe bedeutet weniger Geräusch und weniger Stromverbrauch. Wie du die Werte konkret wählst, steht unter Förderhöhe und Fördermenge wählen, und die praktische Bedienung erklärt Umwälzpumpe einstellen.

Wenn nach dem Umstellen ein Heizkörper kalt bleibt, drehst du die Förderhöhe schrittweise etwas höher, bis alle Räume versorgt sind - aber nicht mehr als nötig.

Häufige Fragen

Was bedeutet Δp-c und Δp-v überhaupt?

Δp-c (Konstantdruck) heißt: Die Pumpe hält den Differenzdruck konstant, egal wie viel Wasser fließt. Δp-v (variabel/proportional) heißt: Der Differenzdruck steigt mit dem Durchfluss und sinkt bei geringem Bedarf. Δp-v spart bei klassischen Heizkörperanlagen meist mehr Strom.

Welche Einstellung nehme ich für Fußbodenheizung?

Für Fußbodenheizung und Einrohrsysteme ist meist Δp-c (Konstantdruck) sinnvoll, ebenso bei Anlagen mit wenigen Thermostatventilen. Für die verbreiteten Zweirohr-Systeme mit Thermostatventilen ist Δp-v der übliche Standard.

Was ist AUTOADAPT bzw. Dynamic Adapt?

Das sind selbstlernende Automatikmodi (AUTOADAPT bei Grundfos, Dynamic Adapt bei Wilo Stratos). Die Pumpe passt ihren Sollwert selbst an die Anlage an. Das ist am bequemsten und meist am sparsamsten, weil du dich nicht selbst um den optimalen Punkt kümmern musst.

Warum soll ich die Förderhöhe niedrig einstellen?

Weil eine zu hoch eingestellte Förderhöhe Strömungsgeräusche und unnötigen Stromverbrauch verursacht. Stell sie so niedrig ein, dass gerade noch alle Räume warm werden. Brummt oder rauscht die Pumpe, ist das oft ein Zeichen für zu viel Förderhöhe (siehe Pumpe brummt).

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