Ratgeber

Einbaulänge 130 oder 180 mm: welche Umwälzpumpe passt?

Die Einbaulänge ist der Abstand von Anschluss zu Anschluss - von der Dichtfläche der einen Verschraubung bis zur Dichtfläche der anderen. Bei Heizungspumpen mit DN25-Anschluss sind 130 mm und 180 mm die beiden gängigen Werte. Deine neue Pumpe muss genau die Baulänge haben, die dein Einbauplatz hergibt - sonst sitzt sie nicht verspannungsfrei zwischen den vorhandenen Verschraubungen.

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Die Einbaulänge - je nach Hersteller auch Baulänge genannt - ist die Maßangabe, an der ein Pumpentausch oft scheitert. Sie beschreibt die Strecke, die der Pumpenkörper zwischen den beiden Verschraubungen ausfüllt. Grundfos führt dieses Maß in seinen Datenblättern als L1 und nennt es im englischen Katalog wörtlich port-to-port length, also "Länge von Anschluss zu Anschluss". Wilo bezeichnet dasselbe Maß als Baulänge L0. Stimmt es nicht, hilft auch die beste Pumpe nichts: sie geht schlicht nicht an ihren Platz.

So misst du die Einbaulänge richtig

Sicherheit zuerst

Die Pumpe hängt an 230 Volt und führt heißes Heizungswasser. Bevor du an der Pumpe oder an einer Verschraubung arbeitest: Strom abschalten (Sicherung heraus oder Stecker ziehen), gegen Wiedereinschalten sichern und die Spannungsfreiheit prüfen. Absperrhähne vor und hinter der Pumpe schließen und die Anlage abkühlen lassen. Bist du beim elektrischen Anschluss unsicher oder fehlen die Absperrhähne, überlässt du diesen Teil einer Elektro- oder Heizungsfachkraft. Schritt für Schritt: Umwälzpumpe wechseln.

Du brauchst kein Spezialwerkzeug - ein Zollstock oder Maßband reicht. Entscheidend ist, wo du ansetzt: gemessen wird von der Dichtfläche der einen Verschraubung bis zur Dichtfläche der anderen. Das ist genau die Lücke, die der Pumpenkörper ausfüllt.

Umwälzpumpe zwischen zwei Verschraubungen im Heizungsrohr. Das Maß der Einbaulänge von 130 oder 180 Millimetern reicht von der Dichtfläche der linken Verschraubung bis zur Dichtfläche der rechten Verschraubung.
Die Einbaulänge wird von Anschluss zu Anschluss gemessen, nicht von Mitte zu Mitte.

Ein häufiger Fehler ist, von der Mitte der einen Überwurfmutter zur Mitte der anderen zu messen. Dabei kommt ein anderer Wert heraus, und die bestellte Pumpe passt nicht. Setze das Maßband deshalb an den Stirnflächen an, dort wo Pumpe und Verschraubung aufeinandertreffen.

Oft geht es auch ohne Messen - aber die Hersteller benennen unterschiedlich. Bei Grundfos steht die Einbaulänge am Ende: ALPHA2 25-60 180. Bei Wilo ist es umgekehrt - die 180-mm-Ausführung heißt schlicht Yonos PICO 25/1-6, nur die kurze bekommt ein angehängtes -130. Steht am Ende keine Längenzahl, ist es die 180-mm-Version; im Zweifel nachmessen. Wie du den kompletten Namen liest, erklärt der Beitrag Pumpenbezeichnung entschlüsseln.

Tipp

Schreib dir die alte Bezeichnung komplett ab, bevor du die Pumpe ausbaust. Die Zahlen am Typenschild verraten dir Anschluss, Förderhöhe und Einbaulänge auf einen Blick.

130 oder 180 mm - was es tatsächlich gibt

Beide Baulängen sind bei modernen Hocheffizienzpumpen regulär erhältlich. Die 130-mm-Ausführung ist keine Sondervariante: Grundfos listet in der Montage- und Betriebsanleitung der ALPHA2-Baureihe die gesamte DN25-Familie in beiden Längen - vom 25-40 bis zum 25-80 jeweils als 130er und als 180er.

Nennweite im NamenRohranschlussGewinde der VerschraubungEinbaulängen
15DN 15G 1130 mm
25DN 25G 1½130 und 180 mm
32DN 32G 2180 mm

Maße und Gewindegrößen nach der Abmessungstabelle der Grundfos-ALPHA2-Montageanleitung (Abschnitt 10.1). Beim Anschluss stimmen die Hersteller überein - der Typenschlüssel in Wilos Einbau- und Betriebsanleitung der Yonos PICO plus nennt für die 25er ebenfalls „Verschraubungsanschluss DN 25 (Rp 1)“. Bei der großen Größe unterscheiden sich die Zahlen: Grundfos schreibt DN 32, Wilo und HALM nennen dieselbe G-2-Zoll-Pumpe DN 30. Entscheidend ist das Gewinde, nicht die Zahl.

Welche der beiden Längen du brauchst, entscheidet also nicht die Art deiner Heizung, sondern allein der vorhandene Einbauplatz zwischen den Verschraubungen. Miss nach oder lies die alte Bezeichnung ab - beides ist zuverlässiger als eine Vermutung.

Für den verbreiteten Fall DN25 mit 180 mm Baulänge ist diese Hocheffizienzpumpe eine gängige Wahl:

Wilo Yonos PICO 25/1-6 (180 mm)

Gängige Ausführung mit 180 mm Baulänge und DN25-Anschluss.

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Brauchst du die kurze Bauform, gibt es dieselbe Technik auch als 130-mm-Variante. Achte beim Kauf darauf, dass in der Bezeichnung 130 statt 180 steht - alles andere am Namen bleibt gleich.

Wenn die vorhandene Länge nicht passt

Hier lohnt es sich, die beiden Richtungen zu unterscheiden, denn sie sind nicht gleichwertig:

  • Pumpe zu lang (180 mm bestellt, 130 mm Platz): Kein Adapter kann Baulänge einsparen. Die Verschraubungen sitzen fest im Rohr, der Pumpenkörper passt nicht dazwischen. Hier hilft nur die 130-mm-Ausführung desselben Modells - Grundfos, Wilo und HALM führen bei DN 25 alle Leistungsklassen in beiden Längen - oder ein Umbau der Rohrleitung durch einen Fachbetrieb.
  • Pumpe zu kurz (130 mm vorhanden, 180 mm Platz): Dafür werden Adaptersätze angeboten, die die Differenz von 50 mm überbrücken. Der Großhändler OEG beschreibt sein DN25-Set als „Adaptersatz zur Baulängen-Änderung von Umwälzpumpen in DN25. Damit lassen sich 130 mm Pumpen auch als Pumpe mit 180 mm Baulänge einsetzen.“ Dichtungen für die beiden neuen Dichtstellen sind dort nicht im Lieferumfang.
Abwägung

Ein Adaptersatz bringt zwei zusätzliche Dichtstellen ins System - und jede Dichtstelle ist eine Stelle, an der es später tropfen kann. Wenn du die Wahl hast, ist die passende Baulänge die sauberere Lösung. Der Adapter ist die Notlösung, wenn die gewünschte Pumpe nur in der kurzen Bauform verfügbar ist.

Länge stimmt - und der Anschluss?

Die Einbaulänge ist nur die halbe Miete. Genauso wichtig ist der Anschluss - also das Gewinde, mit dem die Verschraubung auf der Pumpe sitzt. Bei DN 25, dem verbreiteten Maß im Einfamilienhaus, ist das ein G 1½-Überwurfgewinde; der Rohranschluss dahinter ist üblicherweise Rp 1. Wilo führt genau diese Kombination für die Yonos PICO 25/1-6 auf, Grundfos ordnet DN 25 in seiner Abmessungstabelle ebenfalls G 1½ zu. Details dazu findest du unter Anschlussgröße der Umwälzpumpe. Erst wenn Länge und Anschluss zur alten Pumpe passen, sitzt der Ersatz richtig.

Gut zu wissen

Länge und Anschluss gehören zusammen: erst wenn beide zur alten Pumpe passen, sitzt der Ersatz sauber. Unser Pumpen-Finder führt dich Schritt für Schritt durch beide Angaben.

Bist du dir bei der grundsätzlichen Auswahl noch unsicher, hilft dir der Überblick Welche Umwälzpumpe passt? weiter. Dort ordnen wir Baulänge, Anschluss und Förderhöhe in die richtige Reihenfolge ein.

Häufige Fragen

Wie messe ich die Einbaulänge richtig?

Miss den Abstand von Anschluss zu Anschluss (englisch: port to port): von der Dichtfläche der einen Verschraubung bis zur Dichtfläche der anderen. Das Ergebnis ist im Hausbereich 130 mm oder 180 mm - Grundfos führt die ALPHA1 in DN25 in genau diesen beiden Längen, Armstrong nennt für die HALM HEP Optimo Basic zusätzlich 150 mm. Am einfachsten liest du die Länge auch am Typenschild oder am Modellnamen ab: die letzte Zahl (zum Beispiel 180) steht für die Baulänge in Millimetern.

Passt eine 180-mm-Pumpe auch bei 130 mm Einbaulänge?

Nein. Die Verschraubungen sitzen fest im Rohr; eine 180-mm-Pumpe passt nicht in einen 130-mm-Einbauplatz. Umgekehrt lässt sich eine zu kurze Pumpe mit einem Adaptersatz auf 180 mm bringen - das ist aber die Notlösung, weil dabei zwei zusätzliche Dichtstellen entstehen. Die passende Baulänge zu kaufen ist die sauberere Variante.

Warum gibt es überhaupt 130 mm?

Weil es für beide Einbausituationen Bedarf gibt. Die kurze Bauform braucht weniger Platz zwischen den Verschraubungen und ist überall dort gefragt, wo es eng zugeht. Beide Längen sind regulärer Bestandteil der gängigen Baureihen: Grundfos führt die DN25-Pumpen der ALPHA2-Reihe sowohl mit 130 als auch mit 180 mm Einbaulänge. Welche du brauchst, hängt allein von deinem Einbauplatz ab.

Woran erkenne ich die Baulänge, ohne zu messen?

Das hängt vom Hersteller ab. Bei Grundfos steht sie am Ende: „ALPHA2 25-60 180“ bedeutet 180 mm. Bei Wilo trägt nur die kurze Ausführung ein Suffix: „Yonos PICO 25/1-6-130“ ist die 130er, „Yonos PICO 25/1-6“ ohne Zusatz die 180er. Im Zweifel von Anschluss zu Anschluss nachmessen.

Was bedeutet die letzte Zahl im Pumpennamen?

Die Einbaulänge in Millimetern. Grundfos erklärt den Aufbau im Typenschlüssel seiner Montageanleitung am Beispiel "ALPHA2 25-40 N 180": 25 ist die Nennweite der Anschlussstutzen, 40 die maximale Förderhöhe in Dezimetern (also 4,0 m), N steht für ein Gehäuse aus nichtrostendem Stahl und 180 für die Einbaulänge. Wilo zählt dagegen in Metern und nennt eine Spanne: „25/1-6“ steht für 1 bis 6 m Förderhöhe.

Muss ich die Verschraubungen mitwechseln?

Nicht zwingend. Wenn die alten Verschraubungen unbeschädigt sind und das Gewinde zur neuen Pumpe passt, können sie im Rohr bleiben - dann brauchst du nur neue Dichtungen. Sind die Dichtflächen verkalkt, verzogen oder das Gewinde beschädigt, lohnt sich der Austausch: eine undichte Verschraubung zeigt sich sonst oft erst, wenn die Anlage wieder unter Druck steht.

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